Cie Mima

“dynpap” - dynamic paper.

In dieser Performance nutzen wir die Bewegung und das Material Papier als Dialog im Raum. Im Vordergrund stehen die Identifikation und die Erforschung des Körpers und des Materials im Raum. Zusammen suchen wir nach dem Einklang mit Rhythmus und Zeit. Symbiotisch und zugleich autonom ist unser Zusammenspiel mit Körper und Material. Wie können wir mit physischen Dynamiken im Raum experimentieren, sie wieder bündeln und verändert wiedergeben? Die Untersuchung gebärt Skulpturen im Raum und zeitlose skulpturale Elemente werden erschaffen. Die natürliche Beschaffenheit von Papier und dessen Manipulation durch die Veränderung seiner Position, durch falten, zerknüllen und beatmen, moduliert das Wesen. Dabei wechselt der Fokus zwischen Material und menschlichem Körper um dazwischen eine performative Einheit zu bilden. Papier ist ein Symbol von Kommunikation, ein Träger davon. Die Performance nutzt das Papier ebenfalls als Kommunikationsmittel. Wir schreiben mit der Veränderung unserer Körper und der Form des Papiers Bildgeschichten und kommunizieren so auf poetische Art und Weise miteinander.

Format

Einmalige Performance mit anschliessender Projektion im Raum. Als Bildträger fungiert das Material selbst. Wahl des Materials Papier: Fast blickdicht, Umrisse sind sichtbar, weiss, neutral, Verpackung, Bedeutung als Kommunikationsträger.

Kontext

Inspiriert durch die emotionalen Bilder der Ballett Szene aus “First Born” choreographiert von Richard Elszy,   sowie dem Studium im “Laboratoire d’Étude du Mouvement“ an der Ecole internationale de Théâtre Jaques Lecoq in Paris.

Künstlerduo MIMA

Marisa Zürrer legt in ihrer Arbeit als Schauspielerin viel Wert auf die Nutzung der physischen Darstellungsformen. Sie liebt die Möglichkeiten, die sich in dieser Theaterform ergeben, um die phantastischen Welten und Geschichten aus ihrer Vorstellung für ein Publikum sichtbar machen zu können. Dazu entwickelt Marisa gerne Geschichten mit poetischen Bildern, humorvollen Ereignissen und manchmal einem philosophischen Kern. Sie arbeitet am liebsten nach der Devise „so viel wie nötig so wenig wie möglich“ und erfreut sich an dem möglichst schlichten Einsatz von natürlichen Materialien. Je neutraler die Ausgangsform, umso wandelbarer ist sie. Marisa Zürrer ist fasziniert vom dialogischen Spiel zwischen dynamischen Gegensätzen in Raum und Zeit.

Mirjam Coulin fokussiert sich in ihrer künstlerischen Praxis auf die Produktion und die Darstellung von Skulpturen am Köper und im Raum mit dem Körper. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Materialien. Einerseits fasziniert sie die Künstlichkeit und andererseits die Natürlichkeit von Materialien. Vor allem die darin enthaltene Täuschung sowie deren Wertigkeiten und Belanglosigkeiten sind ihr Interessensgebiet. In Zusammenarbeit mit Marisa Zürrer kann ihr Verständnis von Körper im Zusammenspiel mit dem „Objekt am Körper“ erweitert werden. Ihre Vorstellung von Skulptur verändert sich dadurch, dass in der Performance – der Bewegung – eine zeitbeschränkte Skulptur mit dem Körper und Material entsteht. Die typische Auffassung von Skulptur als starres, zeitloses Objekt verändert und öffnet sich für eine analoge Suche nach sich konstant verändernden Figuren im Raum.